Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete?
Monatsspruch April, Lk 24,32 (L)
Feuer. Zwielichtiger Zeitgenosse: Ein Lagerfeuer ist schön, ein großes Osterfeuer noch schöner - greift der Brand über, ist alles verloren. Man denke an Wilhelm Buschs Pauline mit dem Feuerzeug. Und doch gilt es als gut, so richtig für etwas zu brennen. Feurige Augen, brennende Herzen, Begeisterung und Leidenschaft.
Höret bei Lukas von den Emmausjüngern: Todtraurig und verzweifelt erkennen sie ihn zuerst nicht. Kann man sich auch bei der Leidenschaft für eine gerechte Sache ver(b)rennen? Wohl, das Feuer zu meiden, ist aber die falsche Folgerung. Die richtige könnte sein: Ideale haben und trotz aller Widrigkeit Stück für Stück verfolgen. Das Reich Gottes war nie ein Einzelner - wir sind es alle. Wenn das Feuer erstmal entfacht ist, muss es gehütet werden. Damit aus der Flamme kein Flächenbrand wird, damit sie nicht ausgeht. Darum schaut hin und tragt eure Leidenschaft weiter.
Liebe Gemeinde,
lieber Leserinnen und Leser,
der Frühling ist da; Die Blumen erblühen, das Leben verlagert sich an die frische Luft, die Tage werden wieder länger – und so freuen auch wir uns an der Wilhelmsaue über einen Neubeginn: Den brandneuen Newsletter der Auengemeinde, der Euch von nun an monatlich erreichen soll.
Wir wollen weitergehen und digitaler werden, um noch mehr Menschen anzusprechen. Zunächst wird dieser Newsletter als Webpage auf unserer Internetseite erscheinen – Wenn dieses Pilotprojekt Euer Interesse weckt, werden wir es beibehalten und vielleicht nach einiger Zeit als herkömmlichen E-Mail-Newsletter direkt ins Postfach spülen. Schreibt uns also gerne – Kritik und Ideen sind willkommen!
Von Auen & Lilien ist also nun zu lesen – Frisch, fromm, fröhlich und frei könnte man sagen. Mit dem Namen dieses Newsletters spielen wir natürlich auf unseren Namen an, der von der alten Dorfaue stammt und sich seit jeher im Straßennamen fortsetzt.
Und Lilien? Die sind auch zu beobachten; Etwa wenn man am Eingangsportal der Kirche steht und die Friesmalerei betrachtet. Die Lilien sind das Symbol für den Stadtteil Wilmersdorf und in dessen Wappen noch heute zu finden. Als Mutterkirche unseres Bezirks leitet uns das Ziel, mit einer lebendigen Gemeinde auch für den gesamten Kirchenkreis zu werben.
In diesem Sinne: Erkundet diesen Newsletter, um der Aue in dieser Zeit der Passion und der österlichen Freude nah zu sein und euch von ihren vielfältigen Angeboten und Menschen anziehen zu lassen.
Herzliche Grüße
Yassin Handke
5. April ab 18 Uhr
Auenkirche
Die Kantorei der Auenkirche lädt ein zur Aufführung von Bachs Matthäus-Passion BWV 244 – einem der ergreifendsten Werke der Musikgeschichte. Unter der Leitung von Winfried Kleindopf musizieren die Kantorei der Auenkirche und das Barockorchester Concerto Brandenburg mit Solistinnen und Solisten. Ein Abend voller tiefgehender Musik und bewegender Klänge. Ticket erhältlich online und an der Abendkasse (ab 17 Uhr).
19. April ab 21 Uhr
Auenwiese
Am Karsamstag, dem 19. April, wird um 22 Uhr auf der Auenwiese das Osterfeuer entzündet. Die Gemeindewiese ist bereits ab 21 Uhr geöffnet – kommt vorbei, genießt die besondere Atmosphäre und bleibt eine Stunde oder wacht mit uns durch die Nacht. Für das leibliche Wohl sorgt die Auenjugend mit Bio-Grillwürsten, und der Auenkeller bietet warmen Punsch an.
23. April ab 17 Uhr
Dietrich-Bonhoeffer-Bibliothek
Anlässlich des 80. Todestages von Dietrich Bonhoeffer laden die Auenkirche und die Dietrich-Bonhoeffer-Bibliothek zu einer Gedenkveranstaltung ein. Im Mittelpunkt stehen die Briefe zwischen Bonhoeffer und seiner Verlobten Maria von Wedemeyer aus seiner Gefangenschaft. Wir lesen daraus, tauschen uns aus und beleuchten sein Leben und Wirken – eine schöne Gelegenheit, ihm zu gedenken.
9. Mai ab 19 Uhr
Auenkeller
Frühlingszeit ist Zig-Zag-Zeit! Die Band bringt wieder ordentlich Power in den Auenkeller. Mit Ille, dem Ausnahmesänger, der unter anderem für Disney-Produktionen sang, und Sascha, dem virtuosen Gitarristen, erwartet euch eine Mischung aus alten Klassikern und eigenen Songs. Seit 1999 ist es Tradition, dass sie bei uns auftreten – ein Abend, den ihr nicht verpassen solltet. Das Konzert beginnt um ca. 20 Uhr. Hutspende erwünscht.
Aue hautnah
In diesem Abschnitt laden Mandy und Maren Menschen aus der Gemeinde zu einem Interview ein – mal nachdenklich, mal humorvoll, aber immer persönlich.
Unsere ersten Interviewpartnerinnen sind Juliane Thomas (links im Bild) und Elena Schwedt. Beide wurden im Januar 2025 zum neuen Vorstand des Gemeindejugendrats gewählt. Wir gratulieren den beiden herzlich zur Wahl!

Wie lange bist Du schon in der Aue?
Juliane: Seit meiner Konfir-Zeit 2018.
Elena: Ich war im Auenkindergarten als ich ungefähr 2 Jahre alt war. Den nächsten Kontakt hatte ich erst wieder mit der Aue, als ich mit dem Konfirmationsunterricht angefangen habe (2021).
Was macht die Aue für Dich aus?
Juliane: Die Aue macht vor allem die unglaublich schöne Gemeinschaft aus, woraus sich enge Freundschaften entwickelt haben. Aber sie ist auch ein Ort, an dem ich mich und meine Ideen ausleben kann.
Elena: Die Aue ist für mich ein Ort, wo ich immer gerne hingehe. Die Menschen, mit denen man arbeitet, sind fröhlich und offen, so freut man sich jedes Mal, wenn man wiederkommt.
Was macht der Gemeindejugendrat?
Juliane: Kurz gesagt, wir organisieren die Jugendarbeit der Aue. Dazu zählt aber alles Mögliche wie Jugendaktionen z. B. Filmabende oder gemeinsames Backen und Spielen, aber auch die Vermietungen des Jugendraumes, die Freitagscafés und das Mitwirken an Gemeindefesten. Das alles erfordert Planung, auch hinsichtlich der Finanzen und Mithelfenden.
Elena: Der GJR organisiert Jugendarbeit, plant Projekte und verwaltet das Eigentum der Auenjugend.
Berge oder Meer?
Juliane: Berge im Sommer, Meer im Winter
Elena: Am liebsten würde ich nicht wählen müssen, aber wenn ich muss Berge. Das Gefühl von Freiheit, wenn Du auf einem Berg stehst und ins Tal guckt, ist unbeschreiblich.
Stadt oder Strand?
Juliane: Strand
Elena: Stadt. Die Möglichkeit jeden Tag etwas Neues zu machen, weil es so viele verschiedene Möglichkeiten gibt, ist wunderbar und macht ein Leben so viel vielseitiger.
Tee oder Kaffee?
Juliane: Absolut Tee! Warum sollte man Kaffee trinken, der nur durch Milch und Zucker halbwegs genießbar ist, wenn man auch einen leckeren Grüntee genießen kann?
Elena: Jeden Tag zu jeder Tages-/Uhrzeit einen heißen Tee trinken zu können ist tausendmal besser als jeder Kaffee.
Salat oder Nudeln?
Juliane: Nudeln – am liebsten aber Nudelsalat mit Oliven
Elena: Salat
Buch oder Podcast?
Juliane: Podcast für politische Nachrichten und Hintergründe. Ein gutes Buch, um in eine fremde Welt einzutauchen.
Elena: Ich lese weder viele Bücher noch habe ich jemals freiwillig einen Podcast gehört, doch wenn ich mal ein gutes Buch habe, fesselt es mich also ist meine Antwort Buch.
Was wünschst Du Dir für die Aue?
Juliane: Weiterhin für altbekannte und neue Gesichter eine Heimat zu sein und als Gemeinschaft an diesem Zuhause weiterzubauen.
Elena: Menschen, die sich um sie kümmern und sie pflegen.
Was könnte die Aue für Dich besser machen?
Juliane: Mehr generationsübergreifende Zusammenarbeit und spätere Gottesdienste …
Elena: Ich bin zufrieden, solange ich mit freundlichen Menschen arbeite.
Herzlichen Dank für das Gespräch!
Das Interview wurde geführt von
Maren Weiß und Mandy Krönert.
Fastest Du in der Passionszeit?
Fastest Du in der Passionszeit auf die eine oder andere Weise nach dem Motto „7 Wochen ohne“? Kein Fleisch, keine Süßigkeiten, kein Alkohol oder 7 Wochen ohne Panik? Bitte stimm mit ab, wir behandeln Deine Antwort anonym. Im Anschluss siehst Du das Gesamtergebnis.
Der Newsletter Auen & Lilien erscheint monatlich im Auftrag des Gemeindekirchenrates der Auenkirche.
Ausgabe 1, April 2025
Redaktion:
Eckhard Röhm, Mandy Krönert, Maren Weiß, Yassin Handke, Florian Pluntke
Fragen und Einsendungen per E-Mail an handke@berlin.de
Der Newsletter ist Teil des Internetauftritts der Auenkirche. Die Redaktion ist für den Inhalt der Beiträge allein verantwortlich. Im Übrigen wird auf das Impressum der Homepage verwiesen.